Einfamilienhaus Maximilianstraße Berlin

Wohnen
Ort :Maximilianstraße, Berlin
Bauherr :Privat
Planung :brandt+simon architekten
Leistungszeit :2009
Statik :Niehues Winkler Ingenieure
BGF :215 m²
Leistungen :Erweiterter Rohbau

Die markante Ziegelfassade macht das Haus zu einem auffälligen neuen Mitglied des städtischen Kontextes. Gleichwohl wird durch die Lage in der zweiten Reihe der flüchtige Passant das Gebäude in Zukunft hinter den Bäumen nicht bemerken. Durch die große Anzahl der verwendeten Biberschwanzziegel (8350 Stück) und die gewählten Farben ergibt sich ein Wechselspiel zwischen dem sehr traditionellen Baustoff mit seiner im Detail handwerklichen Qualität, und dem digitalen, an Pixel erinnernden Erscheinungsbild der gesamten Fassade. Der Farbverlauf ist als sich wiederholendes Muster entworfen und bildet eine Referenz sowohl zu der früheren gärtnerische Nutzung des Grundstücks, als auch zum Wunsch des Bauherren nach einem Gartenhaus.


Der angestrebte Wärmeschutz wird hervorragend durch die mit 36 cm Zellulose gedämmte schlanke Holzständerwerk-konstruktion erfüllt. Das normale Schwind- und Quellverhalten einer Holzkonstruktion im Jahreszeitenwechsel und die damit verbundenen Längenänderungen verlangen nach einer flexiblen Bekleidung für die Fassade. Mit der Eindeckung aus Biberschwanzziegeln wurde eine massive und dauerhafte Lösung gefunden, die durch zahlreiche unverschlossene Fugen Bewegungen in den Bauteilen schadensfrei kompensieren kann, und gleichzeitig einen langfristig wartungsarmen Wetterschutz bietet.


Der Warmwasserbedarf des Hauses wird überwiegend durch Solarthermie gedeckt, die auch heizungsunterstützend eingebunden ist. Zusätzlich wird das Haus bei Bedarf mit einer Gasbrennwerttherme beheizt. Die Räume werden vollständig über Fußbodenheizung erwärmt. Durch die großen Heizflächen ist eine sehr geringe Vorlauftemperatur, und damit sparsames Heizen möglich.